Bohuslav Martinu:
A
riadne
Lyrische Oper in einem Akt

mit

Darius Milhaud
Die verlassene Ariadne
Opéra-minute in fünf Szenen

 

Musikalische Leitung Peter Bauer
Inszenierung Alexander Irmer
Bühne und Kostüme Jochen Diederichs
Ariadne Ana Kovacevic
Phädra Lena Spohn
Theseus Attila Mokus
Minotaurus Gustavo Castillo
Dionysos Kevin Dickmann
Wächter Konstantinos Printezis
Burun Ruben Olivarez

Seit Claudio Monteverdis L’Arianna gehört der Ariadne-Mythos zu den beliebtesten und auf die unterschiedlichste Weise erzählten Stoffen der Opernliteratur. Der tschechische Komponist Bohuslav Martinu (1890-1959) interpretiert die vieldeutige antike Sage und die Beziehungen zwischen Ariadne, Theseus und dem Ungeheuer Minotaurus in seiner selten zu hörenden Kammeroper aus einer modernen psychologischen Sicht und in einer musikalischen Sprache, die lyrische Ausdrucksstärke mit kompositorischer Differenziertheit, leicht fasslich Harmonik mit rhythmischer Vitalität und neobarocken Tonfall mit der Transparenz französischen Impressionismus verbindet. Für die große Titel-Partie hat sich Martinu die Gesangskunst der damals noch jungen Maria Callas vorgestellt.

Als Ergänzung für das späte kleine Meisterwerk Martinus, aber auch als geistreich humorvolle Brechung dessen tiefer Symbolik, erklingt in dieser deutschsprachigen Ariadne-Inszenierung auch die kurze „Opéra -minute“ Die verlassene Ariadne von Darius Milhaud, dem französischen Zeitgenossen Martinus.